Bestattungsinstitut

6 November 2017
 Kategorien: Beziehungen & Familie, Blog

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Der Tod ist etwas, das zum Leben einfach dazu gehört. Dabei gestaltet sich der Umgang mit diesem in ganz unterschiedlicher Art und Weise. Doch es geht natürlich noch um weit mehr, als nur um die Trauer der Angehörigen. Auch eine würdevolle Bestattung des Leichnams ist in der Regel ein wichtiger Aspekt, der nicht außer Acht gelassen werden darf. Genau hierfür sind Bestattungsinstitute verantwortlich. Allerdings erstrecken sich die Aufgaben eines solchen auf weit mehr Bereiche, als nur die reine fachgerechte Entsorgung der Toten. 

Die Aufgaben eines Bestattungsinstitutes  

Die Aufgaben eines Bestatters gehen weit über den Punkt der bloßen Beisetzung des Toten hinaus. Auch eine gewisse Seelsorge ist schon seit jeher mit den Aufgaben des Bestatters verbunden. Dieser schafft einen würdevollen Rahmen, in dem die Hinterbliebenen Abschied von Ihren Verwandten nehmen können. Daher sind nicht nur Dinge, wie die Beschaffung der Grabstätte, die Ausrichtung der Totenfeier und die Planung der Zeremonie von entscheidender Bedeutung, sondern auch ein respektvoller Umgang mit den Angehörigen und die Gestaltung jedes kleinen Details gehören unweigerlich mit dazu. 

Ein wenig Psychologie  

Ein Bestatter ist auch immer ein wenig ein Psychologe. Ein gewisses Einfühlungsvermögen ist in diesem Geschäft eine grundlegende Voraussetzung, denn der Umgang mit Hinterbliebenen ist ein emotionaler Kraftakt und kann in vielen Fällen sehr schwierig sein. In der richtigen Minute die passenden Worte zu sagen oder einfach nur zu schweigen, ist in diesem Metier daher etwas, dass gekonnt durchgeführt werden muss. Dabei muss ein tiefes Verständnis für das Leid der Betroffenen vorliegen, damit eine Zeremonie in würdevoller Weise durchgeführt werden kann.   

Dennoch gibt es keine grundlegende Ausbildung für den Beruf des Bestatters. Dieser wird als Lehrberuf angeboten, allerdings führt jeder Betrieb die Ausbildung nach seinen eigenen Vorstellungen durch. In der Regel handelt es sich bei diesen Unternehmen stets um Familienbetriebe, die schon über Generationen in dem entsprechenden Bereich aktiv sind. Somit herrscht hier eine gewisse Erfahrung vor, die dann an den Auszubildenden weitergegeben wird. Lediglich der theoretische Teil, welcher an Bildungszentren und Berufsschulen vermittelt wird, entspricht einem vorgegebenen Muster und beschäftigt sich mit der aktuellen Gesetzgebung.   

Selbstständig als Bestatter  

Wer sich mit einem Bestattungsunternehmen selbstständig machen will, der muss mindestens fünf Jahre in diesem Bereich gearbeitet haben. Dies soll garantieren, dass fundierte Kenntnisse über die Rechtslage vorhanden sind. Zudem muss hier ein Zeugnis über die Arbeit nachgewiesen werden und es muss ein Zertifikat über die Ausbildung zum staatlich anerkannten Bestatter vorliegen. Sollten diese Voraussetzungen vorliegen, so handelt es sich bei der Eröffnung des Unternehmens nur um einen formalen Akt, der durch die Gewerbeanmeldung und die Zahlung der Gebühr erledigt ist.  

Dabei sollte das Bestattungsunternehmen über den ausreichenden Platz zur Umsetzung aller Aktivitäten verfügen. Hierzu zählen vor allem Räume, in denen der Tote aufgebahrt werden kann. Zudem müssen die Ansprüche des Gesetzes an die Lagerung von Verstorbenen erfüllt werden. Hierzu sind Kühlräume erforderlich und auch ein steriler Bereich zu Präparation ist erforderlich. Außerdem sollte der Umgang mit diversen Chemikalien bekannt sein, die zur Einbalsamierung erforderlich sind.   

Über das Grab hinaus  

Viele Unternehmen haben durch ihre lokale Verbundenheit bereits eine tiefe Verbindung zu den Menschen in der Gegend. Dies bedeutet, dass schon über Generationen hinweg, die Familien ihre Toten von einem bestimmten Unternehmen bestatten lassen. Bis ein solcher Punkt erreicht ist, kann aber eine sehr lange Zeitspanne vergehen, sodass man als Einsteiger eher in Großstädten sein Glück versuchen sollte.